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An Epilepsie erkrankter Junge kann wieder Radtouren mit seiner Familie unternehmen - Übergabe eines Tandems durch die Epilepsie-Stiftung Hessen
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Etwa 5 Prozent aller Menschen haben einmal in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Die Anfälle alleine sind oft nicht das größte Problem, sondern die psychischen und sozialen Belastungen und Einschränkungen im Alltag.

Die Epilepsie-Stiftung Hessen hilft Menschen mit Epilepsien die Herausforderung zu bewältigen und ein selbstbestimmtes Leben zu leben. Den Kontakt hatte Frau Juliane Schulz, Leiterin der Epilepsieberatungsstelle am Epilepsiezentrums Hessen, UKGM in Marburg, schnell hergestellt. Nach eingehender Prüfung entschied sich der Stiftungsbeirat, Familie K. mit einer Summe in Höhe von 1000 Euro zu unterstützen. Von diesem Geld konnte sich die Familie einen lang gehegten Wunsch erfüllen – ein faltbares transportables Tandem.

Übergabe des Tandems

Mads fällt es aufgrund seiner Epilepsie schwer, all die Dinge zu koordinieren, die man beim Fahrradfahren gleichzeitig beachten muss: Gleichgewicht halten, lenken, treten, bremsen und die Wegstrecke einschließlich der anderen Verkehrsteilnehmer beachten. Um die Gefahren für Mads gering zu halten bietet das Tandem für den Zweitklässler eine vorteilhafte Form der Fortbewegung um ihn an Ausflügen mit seiner Familie teilhaben zu lassen.

Das Epilepsiezentrum Hessen am Universitätsklinikum Gießen und Marburg ist bereits seit 1997 etabliert und ist von der hessischen Landesregierung als Epilepsiezentrum Hessen akkreditiert, es verfügt als interdisziplinäres Zentrum der höchsten Versorgungsstufe (Grad IV-Zentrum) über alle relevanten Diagnosetechniken und Behandlungsmöglichkeiten, inklusive der präoperativen Epilepsiediagnostik und Epilepsiechirurgie. Vom interdisziplinären Team werden pro Jahr mehr als 1700 Patienten ambulant beraten und mehr als 200 Patienten pro Jahr stationär behandelt.
Kontakt: 06421-5865435, ezm@med.uni-marburg.de
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