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KFG übergibt 40 Kunstplakate an EpilepSIE-Stiftung
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Schülerinnen und Schüler des Kaiserin-Friedrich-Gymnasiums (KFG) präsentieren selbstgestaltete Plakate zum Thema "Epilepsie und Gesellschaft"

Viele Wochen lang hatten sich die Schülerinnen und Schüler zweier Kunst-Grundkurse mit der Frage beschäftigt:

Wie kann ich die Öffentlichkeit mit einem Plakat auf die Erkrankung Epilepsie aufmerksam machen? Nun präsentierten sie ihre Werke vor einem kleinen Kreis geladener Gäste.

"Der Anfang war echt schwer", meinen übereinstimmend Janina, Christiana, Alisa und Max. Geholfen hat ihnen, dass sie zu Beginn des Projektes viele Informationen über die Erkrankung erhielten – und Georg Thoma, einen ehemals Betroffenen kennenlernten. So erfuhren sie aus erster Hand, was es bedeutet, an einer Epilepsie zu leiden und wie man das Leben trotzdem meistern kann. "Wir haben das Augenmerk dadurch mehr auf den einzelnen Erkrankten gerichtet. Wie fühlt er sich? Wie ist es, nicht zu wissen, wann der nächste Anfall kommt? Da kamen auf einmal ganz viele Ideen", sagt Liv.

Kunstplakete für die EpilepSIE-Stiftung

Und so sind bemerkenswerte Plakate entstanden. Sie wenden sich an die Betroffenen selbst, ihr Umfeld und die breite Öffentlichkeit. Die Aussagen in Wort und Bild sind provokant, ermutigend, ermahnenden und sogar humorvoll. Da steht zum Beispiel: "Im Kampf gegen den Krampf – lass Dich nicht runterziehen!", "Würdest Du mich anders behandeln, wenn Du Bescheid wüsstest?" und "Anna (21) hat Epilepsie, Lisa(23) ist intolerant – eine hat eine Heilungschance".

Anlässlich der Präsentation stand Georg Thoma fasziniert vor den Plakaten: "Mir fehlen die Worte. Einfach klasse, was Ihr da gemacht habt." Auch von offizieller Seite erhielten die Jugendlichen viel Anerkennung, so von Schulleiterin Heike Zinke und Stadtrat Dieter Kraft. Der Epileptologe und Privatdozent Dr. med. Karsten Krakow attestierte den Kursteilnehmern sogar, sie seien besser über Epilepsie informiert als Studenten höherer Semester, vor denen er seine Vorlesungen hält.

Zum Dank für die außergewöhnlichen Arbeiten überreichte Beiratsmitglied Michael Hibler der Kursleiterin, Dr. Nevenka Kroschewski, Blumen und eine Geschenkbox mit Malutensilien für den Kunstunterricht. Gleichzeitig kündigte er an, dass die 40 Plakate nun auf Wanderschaft gehen und an verschiedenen Orten gezeigt werden sollen. Wann und wo? Das kündigen wir jeweils auf der Seite Veranstaltungen an.

Die Plakate können Sie sich hier ansehen...

Danke auch an dieser Stelle an Frau Dr. Kroschewski sowie alle Schülerinnen
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